Presseerklärungen

Treffen mit Agrarattaché der russischen Botschaft
Der Agrarattaché der russischen Botschaft, Vladimir Schaykin, besuchte Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt Chemnitz bei Neubrandenburg. Anlass war die Neueröffnung der Geschäftsräume der Agrargesellschaft Chemnitz, zu der er gratulierte. Im Gespräch mit Toni Jaschinski, Geschäftsführer der Gesellschaft, hob der Attaché die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hervor und sparte darüber hinaus nicht mit Lob für MV.
In einem intensiven Gedankenaustausch über die Situation der Agrarwirtschaft machte T. Jaschinski deutlich, dass er das seit 2014 bestehende Embargo, als Antwort Russlands auf die Sanktionen der EU, bedauere. Er wünscht sich für die Zukunft wieder eine enge Zusammenarbeit, die allen Seiten Nutzen bringt.
„Ein guter und vernünftiger Dialog statt Sanktionen sollte unser Weg sein!“ so der Geschäftsführer im Gespräch. Die Agrarwirtschaft im Land MV leidet unter der jetzigen Situation. Nicht nur für die Obstanbauer ist Russland ein wichtiger und unverzichtbarer Markt. Es ist auch nicht zu unterschätzen, dass bedingt durch fehlende Absatzmöglichkeiten ein Ungleichgewicht auf dem heimischen Markt entstanden ist. Dieses ist gekennzeichnet durch eine Überangebotsschwemme bestimmter Produkte auf der einen Seite und Versorgungslücken auf der anderen Seite. Toni Jaschinski nennt weitere Probleme des Agrarmarktes, wie die Tatsache, dass Fleischexporte nicht mehr stattfinden und dadurch keine Erholung bei den Schweinepreisen zu erwarten ist. Nicht nur die Landwirte, sondern auch die verarbeitenden Betriebe haben Probleme, wie z. B. die Molkerei Altentreptow, da sie fast ausschließlich nach Russland geliefert hat. Die allen bekannte Milchkrise war ein Teil der Folge des verordneten Lieferstopps. „Auf dem Rücken der Landwirtschaft wird das Embargo ausgetragen, denn die Ausgleichszahlungen für die Landwirtschaft unterblieben bisher genau von der Regierung, die das Embargo verursachte. Das muss ein Ende haben.“, so Toni Jachinski, der auch für den Bundestag kandidiert.

Ein Besuch der CeBIT
Beim Besuch der CeBIT fragte sich Toni Jaschinski, was von den vorgestellten Technologien wohl wünschenswert sei für die Zukunft. So sah er Interessantes zum Thema künstliche Intelligenz. Ein Einsatzbereich könnte die Bearbeitung von Kundenanfragen durch die künstliche Intelligenz sein. Am Stand von Japan, welches das Gastgeberland war, konnte man eine Vielzahl von Robotern oder Exo-Skeletten bewundern, das lässt erahnen wohin es in Zukunft geht und dass die Automatisierung und damit der Abbau der menschlichen Arbeitskraft voranschreitet. Die Unternehmen verkaufen die Entwicklungen als technologischen Fortschritt. „Roboter sind in der Lage dir einen Kaffee einzuschenken“ so Toni Jaschinski „ Und es beschleicht mich die Frage, wo bleibt dabei der Mensch.“ Am Stand für den Breitband Ausbau war der Vergleich des Ausbaus in den verschiedenen Ländern hochinteressant, dabei liegt MV im Mittelfeld des Ausbaus. Interessant sind die Entwicklungen in der Drohnentechnologie, hier sind demnächst Fortschritte im Bereich Flugzeit und Reichweite sowie Tragfähigkeit zu erwarten. Einsatzgebiete könnten hier die Vermessung, die Landwirtschaft oder Architektur sein. Ein weiterer Schwerpunkte auf der Messe war die Frage der Sicherheit, der deutlich macht, der Anwender will Sicherheit und die Experten haben sich dementsprechend darum zu kümmern. Ein Tag der interessante technologische Perspektiven auch für den Unternehmensalltag eröffnet und gleichzeitig nachdenklich macht, was ist Fortschritt?